Der aktuelle Liberty ist mit dem 3.2-Liter-Diesel mit 160 PS und einem Drehmoment von 373 Nm bei 2000 U/min ausreichend mit Kraft versorgt. Das durch die Direkteinspritzung verursachte typische Nageln bei niedriger Drehzahl – >besonders bei kaltem Motor – wird bei flotter Fahrt immer weiter in den Hintergrund gedrängt. Der Pajero Liberty erweist sich so als ein doch recht angenehmer Kumpel auch für lange Strecken. Wir haben dabei einen Testverbrauch von knapp 13 Liter Diesel auf 100 km ermittelt. Die 5-Stufen-Automatik schaltet soft, der Kickdown kommt etwas zögerlich, aber man kann ja von Hand eingreifen und das Getriebe auch manuell zum Gangwechsel bewegen. Edles und elegantes Interieur erwartet man ja erst, seitdem die Nobel-SUV und Geländekraxler im Anzug angesagt sind, und das war lange nach dem Produktionsstart des Pajero. Also herrscht im Innenraum das praktische Ambiente von Offroadern der ehrlichen Art vor. Bequeme Sitze mit körpergerechter Form laden zum Platznehmen und Verweilen ein.
Platz nehmen und Platz haben
Platz nehmen und Platz haben sind die überzeugenden Attribute des Mitsubishis. Hat man den Fahrersitz erst mal erklommen, findet man sich hinter dem Lenkrad auch sofort zurecht. Alles da, wo man es auch vermutet. Man kann losfahren, ohne erst eine langatmige Einführungsrunde durch die Bedienungsanleitung drehen zu müssen. Übersichtlichkeit und Rundumsicht sind ebenfalls gut, der Blick nach hinten, nicht zuletzt wegen der ordentlich großenen Spiegel, ist in Ordnung.
Dass der Pajero über eine dritte Sitzreihen verfügt, bemerkt erst der Wissende oder der Neugierige. Sie versteckt sich im Normalfall im Boden des Kofferraums unter einer Klappe. Meist führt so was dann zu einer elendig hohen Ladekante und geringem Kofferraumvolumen. Nicht so im Pajero: Da haben die Ingenieure das Problem vorbildlich gelöst. Wer die mittlere Rückbank (getrennt) hochklappt, hat zudem eine souverän wirkende Ladefläche zur Verfügung. Auch als Zugfahrzeug kann man den Pajero mit einer Anhängelast (bei 12% Gefälle) von 2800 Kilogramm beim Dreitürer und 3300 Kilogramm beim Fünftürer durchaus empfehlen.
Die Bremsen verlangen nach einem kräftigen Tritt aufs Pedal, um die gewünschte Wirkung zu erzielen. Die Lenkung des Pajero ist mehr aufs Gelände als auf die Strasse abgestimmt und hat mit Direktheit wenig gemein. Serienmäßig an Bord ist das Allradsystem „Super Select II 4WD“ einschließlich der elektronischen Stabilitäts- und Traktionskontrolle MASC/MATC und der EBAC-Funktion für sicheres Befahren extremer Gefälle im Gelände.
Die Komfortausrüstung des auf dem Pajero Classic basierenden Sondermodells bietet unter anderem eine fernbedienbare Zentralverriegelung, ein Audiosystem mit RDS-Radio, CD-Player und Sechsfach-Lautsprecherbestückung, außerdem eine Tempoautomatik und ein sportlich-griffiges Lederlenkrad. Dazu kommen in der Fünftürer-Ausführung eine Zusatz-Klimaanlage für den Fahrzeugfond und eine dritte, im Fahrzeugboden versenkbare Sitzreihe, die beim Basismodell Pajero Classic nicht zur Ausstattung gehört. Die serienmäßige Sicherheitsausstattung umfasst Front- und Seitenairbags sowie Gurtstraffer und Gurtkraftbegrenzer vorn und ISOFIX-Kindersitzbefestigungen auf den Außenplätzen der Rückbank.
Zur zusätzlichen Ausstattung gegenüber dem Basismodell gehören beim Liberty elegante Sechsspeichen-Leichtmetallräder im 17-Zoll-Format (Bereifung: 265/65 R 17) sowie Nebelscheinwerfer. Stoßfänger, Kotflügelverbreiterungen, Schmutzfänger und Seitenschutzleisten sowie Kühlergrill, Außenspiegel und Türgriffe sind beim Liberty in Wagenfarbe lackiert.
Der Pajero Liberty ist als Drei- oder Fünftürer mit 3,2-Liter-DI-D-Dieselmotor sowie wahlweise manueller Fünfgang-Schaltung oder elektronisch geregelter Fünfstufen-Automatik („INVECS II“/Aufpreis 1.870,- Euro) lieferbar. Der Pajero Liberty ist für 32.490 Euro als Dreitürer und für 37.490 Euro als Fünftürer zu haben (unverbindliche Preisempfehlungen).