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Fahrbericht: Kia Ceed 1.6
Angekommen

Kia ist auf der europäischen Bühne gelandet, wie der Fahrbericht des Cee’d 1.6 gezeigt hat. Durchaus ein ernsthafter Konkurrent für die Etablierten in der Golf Klasse.






Hat man sich es früher im Club bequem machen können und sich bestenfalls beim Neuerscheinen der jeweiligen Modell etwas um die Quoten Sorgen gemacht, räubern nun doch ein paar Hechte im Karpfenteich der Volumenmodelle.
Wir unterzogen den Kia Cee’d 1.6 einem ausführlichen Fahrtest. Das positive Ergebnis war nach den ersten Eindrücken, die wir bei der Präsentation in Lissabon sammelten, nicht verwunderlich.


Der Vierzylinder Reihenbenziner geht kraftvoll und drehfreudig zu Werke. Das Triebwerk leistet 122 PS und ist über ein knackig zu schaltendes Fünfganggetriebe für den durchaus passablen Vortrieb verantwortlich. Den Sprint auf die obligatorischen 100 Km/h erledigt er laut Werk in 10,8 Sekunden. Die Spitzengeschwindigkeit gibt Kia mit 192 Km/h an, laut GPS Messung waren aber bis 212 Km/h drin. Den Vorwärtsdrang im notwendigen Fall auch wieder einzubremsen übernimmt die Bremsanlage mit 4 Scheiben, (vorne innenbelüftet) wirkungsvoll. ABS mit allen elektronischen Helfern auf dem Stand der Technik sind selbstverständlich. Die Fahrwerksabstimmung des Cee’d kann man als gelungen bezeichnen, sportlich aber ohne Härte, federt er Unebenheiten gut weg. Er liegt satt auf der Straße und folgt willig den Vorgaben des Fahrers. Die Lenkung ist sportlich direkt, könnte aber um die Mittellage ruhig etwas weniger straff sein. Mit einem Verbrauch von 8,4 Liter auf 100 Kilometer ist er im Mittelfeld des akzeptablen Verbrauchs angesiedelt.

Koreanisches Barock – Ade!

Die Bedienung des Cee’d gibt keine Rätsel auf, die Anordnung der Bedienungselemente lässt ein intuitives Handling zu. Das in Testwagen verbaute Navigationssystem, könnte einen etwas größeren Bildschirm und größere Schrift vertragen. Die Instrumente sind klar abzulesen und angenehm beleuchtet. Die Sitze des Kia’s sind zwar ergonomisch ganz gut und bieten ausreichenden Seitenhalt, wirken aber auf langen Strecken doch etwas ermüdend auf die Rücken und Gesäßmuskulatur. Das Ambiente des Innenraums gibt sich durchaus elegant, hochwertig anmutende Materialien und eine saubere Verarbeitung lassen nichts mehr vom früheren Koreanischen Stil übrig. Aufgeschäumte Kunststoffe machen das Cockpit grifffreundlich.
Das Raumangebot ist für seine Klasse üppig, auch der Kofferraum ist vielseitig und ausreichend. Das Umlegen der Rücksitzlehnen (geteilt 60/40) ist Problemlos und gibt damit einen Stauraum von bis zu 1300 Litern frei, alle Sitze in Normalposition stehen immerhin 340 Liter zur Verfügung.
Das Sicherheitspaket mit sechs Airbags ist auf europäischem Standard, ABS und ESP mit an Bord. Was durchaus nicht europäisch ist, sind eine siebenjährige Garantie, hier liegt der Kia deutlich über dem Standard, zu dem sich deutsche Hersteller nun wieder durchgerungen haben, trotzdem übertrifft er sie hier um mehr als das Doppelte.

Die Preisspanne für den recht komplett ausgestatteten Cee’d beginnt bei 14.340 Euro für den 1.4 CVVt und endet bei 23.775 Euro für den 2.0 CRDi. Ein wie mir scheint sehr faires Angebot.
HJE/Automagazin24.de










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