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| Fahrbericht: Civic 2.2 |
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Raumschiff Civic Innen wie außen erinnert der Honda Civic ein wenig an ein kleines Space-Shuttle auf Rädern. Es blinkt und leuchtet innen wohin der Fahrer auch sieht. Etwas viel Plastik, das wohl wie gebürsteter Edelstahl aussehen soll, es aber nicht tut. Das erkennt sogar eine Frau. Alles wirkt etwas abgespaced. Vor allem die Anordnung der Instrumente ist so ganz anders als bei allen anderen Autos. Nur der Drehzahlmesser ist rund. Das Tempo wird digital über diesem angezeigt und liegt optimal im Sichtfeld des Fahrers. Es gibt viele, sehr viele Anzeigen und Informationen, die uns der Honda Civic während der Fahrt anzeigen kann, wie z. B. Durchschnittsverbrauch, Außentemperatur, Tankanzeige… usw. Die Schaltpunktanzeige ist zwar eine nette Erfindung, und für Fahranfänger auch sicher nützlich, aber mittlerweile dürften alle anderen wissen, dass man spritsparender fährt, wenn man schneller hoch schaltet. Honda zeigt auch an ob man ökonomisch oder unökonomisch fährt – ein netter Gag, aber wirklich sinnvoll sind die Lichtlein nicht. Etwas nervig ist das Gepiepse, wenn der Schlüssel noch im Lenkrad steckt. Apropos Lenkrad, dieses ist wirklich (!) ein Multifunktions-Lenkrad. Was man da alles mit machen kann ist schon sagenhaft. Tempomat, Audioanlage, Verbrauchsinfos, all das lässt sich mit und an dem Lenkrad bedienen. Das optionale Navigationssystem, das mit 2.700 Euro zu Buche schlägt, ist mit seinen ganzen Anzeigen und Handling dem iDrive von BMW nachempfunden. Mit einem Drehknopf in der Mitte der Armaturen, lässt sich das Navi und auch die Audioanlage bedienen. Einfach praktisch. Ein Startknopf dagegen, bei dem man erst den Schlüssel in die Zündung stecken muss scheint etwas überflüssig. Man sitzt bequem und sicher in den Sitzen. Sehr praktisch sind die höhenverstellbaren Sicherheitsgurte vorne. Kleinere Fahrer und Beifahrer wissen dies zu schätzen. Viele kleinere und größere Ablagen gibt es auch. Getränkehalter, die sich der Größe des Getränks anpassen. Sehr praktisch! Das Handschuhfach überrascht mit seiner Tiefe, da kann man auch mal mehr reinpacken, als die Geldbörse und das Handy. Wo wir gerade bei einpacken und reinpacken sind. Von außen sieht der Civic nicht so geräumig aus. Kein Wunder, bei einer Länge von gerade mal 4,25 Metern und dem Schrägheck erwartet niemand ein Kofferraumvolumen von 456 Litern, das sich bei umgeklappten Rücksitzen sogar auf 1350 Litern erweitern lässt. Das Geheimnis liegt in der Tiefe. Hierbei wurde auf das Reserverad verzichtet. Ob da alleine das Honda IMS (Reifenpannen-Sofort-System mit Reifendichtmittel und 12 V Luftkompressor) ausreicht mag dahingestellt sein. Das zweigeteilte Glasdach ohne Schiebedachfunktion bringt auch nur mehr Licht und ist nicht mehr als eine Spielerei. Sehr, sehr fahrerunfreundlich, wenn nicht gar gefährlich ist der Heckspoiler in (!) der Heckscheibe. Dieser teil die Heckscheibe in zwei Teile und unterbricht so die Sicht nach hinten massiv! Scheibenwischer findet man hinten auch keine, nur eine Heckscheibenheizung, die allerdings am Spoiler aufhört. Bei Regen und Dreck eine ungünstige Kombination. Auch die sehr schrägen Fenster und die breite A-Säule schränken die Sicht oftmals ein und man muss öfter gucken, damit man auch ja nichts übersieht. Was aber im Honda Civic 2.2 iCTDi so richtig Spaß macht ist das Fahren. Dafür ist ein Auto gemacht und wenn es einen nicht nur von A nach B bringt, sondern auch noch Freude dabei macht, umso besser. Für den guten Abzug sorgen die 140 PS im Common Rail Diesel Direkteinspritzer-Motor. Geschmeidig und spritzig im Stadtverkehr, kraftvoll und souverän auf der Autobahn. Das Fahrwerk ist nicht zu hart und nicht zu weich, die Kurvenlage auch ganz nett. Er beschleunigt von 0 auf 100 Km/h in 8,7 Sekunden, erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von gut 200 Km/h. Der Durchschnittsverbrauch liegt bei 7,1 Litern, auf der Autobahn bei gut 8 Litern. Im Leerlauf nagelt der Dieselmotor zwar etwas, aber ansonsten ist der Civic ein ruhiges Auto. In dem man sich auch bei hohen Geschwindigkeiten auf der Autobahn noch super unterhalten oder das Radio anhören kann. Denn was hilft einem z. B. das beste Navi, wenn das Auto so laut ist, dass man es nicht versteht? Nicht jedem wird das Design des Civics gefallen, aber wer schon immer mal in einem kleinen Raumschiff über die Straßen gleiten wollte und dabei auf viel Geblinke und allerhand technische Spielereien steht, für den ist der Honda Civic 2.2 iTDi sicher ein Traumauto, das einen Einstiegspreis von 27.590 Euro hat. MK/Auto-Magazin24.de Download als PDF File Technik Versicherungsrechner Gebrauchtwagen auf: |
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