Vorreiter
Wenn i-Miev auch etwas an das deutsche Wort Mief erinnert, damit hat das neue Kind in der Mitsubishifamilie nun gar nichts zu tun, eher im Gegenteil....von Hans Jürgen Eibel
Das i steht für den Typ i, der in Japan sowohl als Benzin-, als auch als Elektroauto zu haben ist. Richtig gehört, den i Miev kann man in Japan schon kaufen und da rollt er auch serienreif von den Bändern – für umgerechnet 34.000 Euro. Das Miev steht für Mitsubishi innovative Electric Vehicle.
Das innovative erklärt den Preis, wir erleben hier die Geburt einer völlig neuen Kategorie von Fahrzeugen. Die Kernkompetenz aller Automobilhersteller, nämlich der Bau von Motoren und Getriebetechnik wird beim Elektroauto nicht mehr gebraucht. Die Ingenieure und Konstrukteure betreten Neuland und ist ein Risiko und vor allem kostenintensiv. So erklärt sich auch der hohe Preis.
Für das Herz der Fahrzeuge, den Batteriepack, hat sich Mitsubishi Partner gesucht. Die Entwicklung und der Bau der Speicherkomponenten werden in Joint Ventures erledigt und vorangetrieben. Sicher, es gab schon viele Elektroautos, aber der sinnvolle Betrieb für Otto Normalverbraucher war damit nicht möglich.
Erst mit der Lithium-Ionen Batterie kann man so ein Auto auch im Alltagsbetrieb verwenden.
Der i-Miev kann mit einer Aufladung ca. 144 Kilometer zurücklegen, und das mit bis zu 130 Km/h, da wird abgeregelt. Das Drehmoment von 180 Nm steht von Beginn an zur Verfügung,
Eine Aufladung dauert 7 Stunden, also kann dies leicht während der Nacht oder auch während der Arbeitszeit erfolgen. Das Ladegerät ist onboard. In Japan gibt es auch schon einige wenige Schnellladestationen, hier ist der i-Miev in ca. 30 Minuten auf 80% seiner Batteriekapazität geladen. Die Praktikabilität dieses Fahrzeuges hängt also auch weitgehend von der Infrastruktur ab. Das Fahrzeug selbst ist reif, wie auch ein kurzer Fahrtest zeigte.
Nach dem Drehen des Zündschlüssels, der gar keiner ist, zeigt nur ein grünes „Ready“ im Rundinstrument an, dass der geneigte Fahrer nun eine Fahrstufe wählen kann und mit einem Tritt auf das Fahrpedal geht es auch schon los. Bei den Fahrstufen hat man die Wahl, zwischen D für Drive, Öko, und B für Brake. Im Modus D steht die volle Kraft des E-Motors zu Verfügung und das sind 64 PS. Im Öko Modus wird die Leistung begrenzt, dafür aber die Reichweite erhöht. Der Modus B liefert ebenfalls volle Power, setzt aber den Motor verstärkt als Bremse, also auch als Generator zur Rekuperation ein. Dies erhöht ebenfalls die Reichweite. Das Handling des I-Miev ist recht agil, die Beschleunigung voll ausreichend und eben typisch für den permanentmagnetisierten Synchronmotor gleichmäßig. Über den Ladezustand des Batterieblocks informiert eine „Tankanzeige“, über den Verbrauch ein Zeiger auf einem blau, grün, weißem Band. Blau heißt, der Motor liefert Strom, grün bis weiß zeigt an, wie sehr man die Batteriekapazität belastet.
Der i-Miev ist ein vollwertiger Cityflitzer mit 4 Sitzplätzen und einem adäquatem Kofferraum. Der Antrieb erfolgt über die Hinterachse.
Die meiste Zeit des Tages steht ein Auto nur herum, diese Zeit kann man zum Laden der Batterie nutzen und so wäre der Mitsubishi ein ideales Auto für Pendler, die mit einer Ladung zur Arbeit und wieder nach Hause kommen. Gibt es am Arbeitsplatz auf dem Parkplatz eine Steckdose, kann auch hier „nachgetankt“ werden. Eine Aufladung kostet zwischen 1,50 bis 3 Euro, je nach Strompreis. Also doch um einiges billiger als mit fossilen Brennstoffen.
Ab 2010 wird der I-Miev auch für Privatkunden in Deutschland erhältlich sein, über den Preis werden noch keine Angaben gemacht.
HJE
Versicherungs-Rechner
Gebrauchtwagen auf:
 |