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Fahrbericht: Colt Ralliart und LPG
Flotter Feger
Schweller, Alufelgen und ein Sportauspuff, sowie diverse Embleme deuten darauf hin, dass hier die sportliche Topversion des Colts daher kommt. Ob alles nur Show & Shine ist haben wir getestet....von Klaus Eibel






Äußerlich schon vielversprechend, steigen wir also ein. Im Grunde ein normaler Colt, bis auf die Sportsitze und die Alupedale.
Motor starten und man hört den Colt schon brummeln, passend zu den Leistungsdaten. Denn 110 KW / 150 PS sind kein Pappenstiel. Um diese Leistung zu erzielen wird ein 1,5 Liter 4-Zylinder Aggregats mit 16 Ventilen von einem Turbolader zwangsbeatmet, so liegt die volle Leistung bei 6000 U/min an, das Drehmoment von 210 Nm bereits bei 3500 U/min.
Der Motor katapultiert den gerade mal 1135 Kilo wiegenden Colt in 7,4 Sekunden auf Tempo 100 km/h, Schluß ist dann bei 210 km/h.
Klingt nach Spaß? Macht es auch, besonders wenn man mit dem sprintfreudigem Kleinwagen den großen zeigen kann wo der Hammer hängt. Nicht nur einmal gab es lange Gesichter, als auf der Autobahn gedrängelt wurde, obwohl wir selbst einen Vordermann hatten. Naja ist der  weg, einen Gang zurückschalkten und gib ihm. Schnell wird so ein Passat im Rückspiegel  kleiner.
Damit man jederzeit die Kontrolle behält, hält zum einen das ESP die schützende Hand über die Insassen zum anderen verfügt der Ralliart Colt über kräftig zupackende Bremsen mit Scheiben rundrum, vorne im 15“ Format.
Die Quittung kommt dann an der Tanke, wobei die Zeche noch im Rahmen bleibt, zwischen 9 und 11 Liter je nach Fahrweise waren schon ok. Bei zurückhaltender Fahrweise hatten wir schon etwas weniger erhofft. Immerhin muss es nicht das teuere Super Plus sein, Super reicht dem kleinen Japaner vollkommen.
Ärgerlicher ist die Tatsache, dass bei Mitsubishi (andere Hersteller machens auch) bei 50 Kilometer Restreichweite nur noch Striche und heftiges Geblinke auf einen leeren Tank hindeuten. Eine Anzeige bis null oder zumindest zehn Kilometer wäre wünschenswert.
Aber mehr gibts nicht zu meckern. Im Alltag kann sich der Colt als guter Begleiter beweisen. Klein wendig und genügend Platz für allerlei Einkäufe. Auch die Platzverhältnisse sind für ein gerade mal 3,9 m langes Auto erstaunlich gut, 4 Personen finden bequem Platz.
Nun bleibt nur noch die Flocken auf den Tisch zu legen, ganze 19.900 wären das dann, die der Mitsubishihändler gerne für einen Ralliart 1.5 Turbo haben möchte.
KE

Wer es sparsam liebt, wird auch beim Colt fündig. Es gibt ihn mit einer LPG (Flüssiggas) Anlage, die ein bivalentes Betanken und natürlich auch Fahren ermöglicht.
Frankfurt – Ingolstadt, das sind gute 300 Km mit einer Flüssiggasfüllung für 22 Euro. Der Fahrstil war hierbei: Haste was kannste, also mit Sicherheit nicht der Sparmodus und das dann für 7,33 Euro auf 100 Km. Nicht schlecht. Im weiteren Testverlauf konnte die Reichweite sogar auf über 400 Kilometer gebracht werden, also schon ganz schön preiswert. Angesichts der häufigen Tankstellen entlang der Autobahnen eine durchaus überlegenswerte  Sache.
Gut etwas an Leistung muss man bei Gasbetrieb abgeben, ist aber fast nur bei hohem Tempo spürbar.  In der Stadt merkt man von der Einbuße wenig bis gar nichts.
Ebenso merkt man nichts, wenn das Gas aufgebraucht ist und der Colt in den Benzinmodus schaltet. Außer man hat vergessen Benzin zu tanken und es ist alle, dann geht es zügig in den Stand- und Pannenmodus.
Das Betanken ist auch kein Problem, mittels mitgelieferter Adapter an allen Tanksäulenarten möglich.
Solange der Colt Gas hat, schaltet er beim Start automatisch in den Gasmodus. In der Warmlaufphase wird aber zuerst mal mit Benzin gefahren, bis dann die automatische Umschaltung erfolgt. Natürlich kann man auch von Hand in den Benzinmodus und wieder zurück schalten.
Der Aufpreis für die Gasanlage liegt bei ca. 2400 Euro, also ein Rechenexempel, wann man das wieder eingefahren hat. Nur hat zu dieser Rechenaufgabe jeder wohl andere Faktoren zur Hand.
Der Mitsubishi Colt gefiel auch durch seine erstklassige Verarbeitung.
HJE
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