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Fahrbericht: Seat Altea 1.8 TSI

Paddel dir einen

Wem der Leon zu klein, der Altea XL zu groß ist, der greift zum normalen Altea. Mit Facelift und 1,8 Liter Turbopower stellt er sich unserem Test.



Das Facelift-Modell ist an den größeren Außenspiegeln und Retuschen an Front- und Heck zu erkennen. Im Innenraum wurde die Mittelkonsole deutlich aufgemöbelt, auch das Kombiinstrument kommt nun im aktuellen Seat-Design, das wir schon aus dem neuen Ibiza kennen daher.
Unter der Haube werkelt der neue 1,8 TSI mit 160 PS, die Leistung wird über ein 7 Gang DSG Getriebe an die Vorderräder abgegeben. Da liegt der Knackpunkt, trotz relativ breiter Reifen hat der Altea Traktionsprobleme, besonders dramatisch wird das bei Nässe. Das ASR nimmt dann soviel Leistung weg, dass man fast nicht mehr vom Fleck kommt. Also muss man sich drauf einstellen, etwas vorsichtiger mit dem Gaspedal umzugehen, wenn die Straße nass ist. Gut das sollte man dann ja sowieso tun.
Ansonsten macht der Motor viel Spaß, er ist spritzig und zieht willig durch. Den Standartsprint erledigt der Altea in 8,4 Sekunden bei 210 km/h ist dann Schluß mit Vortrieb.
Mit einem weinendem Auge blickt man auf den Bordcomputer, der einen Durchschnitt von runden 10 Litern attestiert. Viel weniger wird’s, bei sanften Umgang mit dem Gaspedal leider auch nicht, womit er die Werksangabe von 7,1 Litern deutlich verfehlt.
Die Sportsitze sind speziell für größere Personen angenehm, da sie eine lange Sitzfläche sowie Lehne haben. Der Seitenhalt ist ebenfalls sehr gut. Nun noch das Lenkrad, das auch sehr anschmiegsam in der Hand liegt. Etwas weit nach innen sind die Schaltwippen angebracht, man braucht schon lange Finger um sie zu drücken. Bei schnellen Lenkbewegungen fordert der Seat einen auch manchmal auf, mit ihm zu reden, da man schnell an den  Knopf für die Sprachsteuerung auf der Linken Speiche kommt.
Lenkbewegungen werden aber sofort und willig umgesetzt.
Bei unserem Testwagen handelt es sich um die Sportversion, mit optionalen 18 Zoll Felgen. Zur Ausstattungslinie gehört auch ein Sportfahrwerk, dessen Abstimmung gut gelungen ist. Der Altea liegt satt auf der Straße ohne unnötige Härte zu vermitteln.
Wenn man es dennoch übertreibt, hilft einem das ESP zuverlässig. Allerdings wird der Altea nie bösartig, egal wie man das Fahrwerk provoziert. Also das Ideale Familienauto.

Dazu braucht es noch Stauraum, der ist vorhanden, so bietet der Kofferraum einen doppelten Boden. Das Fach darunter lässt sich variabel aufteilen, sei es für Einkauftüten oder Kleinkram, der nur durchs Auto fliegen würde. Auch die Platzverhältnisse auf allen Sitzplätzen sind gut, selbst großgewachsene Passagiere fühlen sich wohl. Dazu trägt auch die gute Verarbeitung bei, so bleibt der Innenraum von Klapper- und Knistergeräuschen verschont.
Alles in allem merkt man deutlich, dass Seat einen Wandel vollzogen hat, man spürt die Wertigkeit nahezu, weiter so!
Bleibt noch der Preis, einen Altea als 1.4 mit 85 PS bekommt man bereits ab 15.290€, das von uns gefahrene Sport Modell 1.8 TSI schlägt mit mindestens 24.190 € zu Buche.





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