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Kontaktaufnahme: KIA Venga
Wachstumshormon

Der neue Venga von Kia soll nun den Markt bei den MPV’s im B-Segment beleben und für den koreanischen Hersteller auf Kundenfang gehen. Allerdings hat Korea da nicht viel mitgemischt, denn der Venga ist ein rein europäisches Baby....von Hans Jürgen Eibel.






MPV nennt sich ein Auto, das auf Deutsch erklärt gleich viel mehr Sinn ergibt, als mit seiner Abkürzung. Ein vielseitig verwendbares Auto. In diesem Segment tummeln sich schon einige Mitbewerber, so der Opel Meriva, der Suzuki SX4, der Fiat Sedici und auch die französischen Hersteller sind in diesem Segment vertreten.
Der Venga ist ein Fahrzeug mit 5 Türen und ebenso vielen Sitzplätzen. Die höhere Sitzposition ermöglicht ein leichtes Einsteigen ebenso wie einen guten Überblick über das Verkehrsgeschehen. Mit seinem, in dieser Klasse unüblich langem Radstand von 2,62 m, setzt der Venga mit 4.07 m Außenlänge die Benchmark im Segment. Er bietet bei den Modellen des B-Segments in der Kategorie Minivan wohl deutlich den meisten Platz.

In Normalposition der 2ten Sitzreihe schluckt der Venga 314 Liter, senkt man den Gepäckraumboden, was mit wenigen Handgriffen zu erledigen ist, ab erweitert sich das Fassungsvermögen auf 422 Liter, schiebt man die Rückbank teilweise oder ganz nach Vorne, wird das Volumen auf bis zu 552 Liter erweitert. Wenn das immer noch nicht reicht, kann die Rückbank eingeklappt und versenkt werden, dann ist mit 1341 Litern (dachhoch) das maximale Ladevolumen erreicht.

Aber nicht nur Platz ist wichtig, die Kunden wollen auch ein Fahrzeug das gefällig ist. Hier kann der Venga mit seinem Auftritt punkten. Seine Optik kann als gelungen bezeichnet werden. Er bringt den Einfluss der europäischen Design Zentrale in Frankfurt deutlich zum Ausdruck und trägt Peter Schreyers Handschrift. Er soll am Erfolg des Ceed‘ anknüpfen und ich sehe keinen Grund, warum das nicht so sein soll.
Im Lastenheft der Entwickler stand auch der Punkt „Fahrspaß“ mit auf dem Tableau. Zwar ist die Stadt Rom und ihre Straßen nicht unbedingt geeignet sich ein Bild über das Verhalten im Grenzbereich zu machen, allerdings zeigt sich deutlich, dass der Venga auch mit den doch recht holperigen Nebenstraßen fertig wird, ohne hierbei den Inhalt des Autos durcheinander zu schütteln. Bei diesem Thema – Daumen hoch. Die elektrische Servolenkung ist gefühlvoll genug um zielgenaues Lenken zuzulassen und die Rückmeldung ist gut. Auch an den Bremsen gab es beim ersten Augenschein nichts auszusetzen. Der Venga bremst mit Scheibenbremsen an allen Rädern, selbstverständlich mit ABS und Bremsassistent.

Vier Motoren gibt es für den Venga, zwei Benziner und zwei Diesel. Ob der Verbrauch sich wegen der wesentlich aerodynamischer gestalteten Karosserie absenken lässt wird unser Fahrbericht zeigen. Kia verspricht es zumindest und meist kann man den Versprechen des koreanischen Herstellers trauen. Genauso wie dem Garantieversprechen, das für das Fahrzeug für 7 Jahre oder 150.000 Km gegeben wird. Als Benziner arbeiten der 1.4 Liter CVVT mit 90 PS und der 1.6 Liter CVVT mit 125 PS unter der Haube. Für die Dieselfraktion arbeiten der 1.4 CRDi mit 90 PS, der im Venga sein Debüt gibt und der 1.6 CRDi mit 128 PS. Alle Motoren geben ihre Kraft über ein Sechsgang Schaltgetriebe an die Vorderräder ab. Zu schalten ist dieses Getriebe präzise und knackig. Für 940 Euro Aufpreis kann man beim 1.6 CVVT Motor auch eine 4-Stufen Automatik ordern. Das Stop – Start System ist ebenfalls als Extra zu ordern. Serie hingegen ist bei allen  Ausstattungsvarianten das ESP, das ABS und die Berganfahrhilfe. Sicherheitstechnisch ist der Venga so ausgestattet, dass sich KIA ziemlich sicher ist, beim NCAP Crashtest die 5 Sterne zu erreichen.
Bleibt noch die Gretchenfrage, was kostet das Ding – und ab wann gibt es ihn denn. Nun den Kia Venga als 1.4 CVVT in der Variante Attract gibt’s bereits ab 13.990 Euro, wer den 1,6 CRDi als Mind fahren will sollte mindestens 20.430 Euro im Täschchen haben. Die Aufpreisliste mit den verschiedenen Zusatzausstattungspaketen ist kurz und knapp, für das Panoramadach mit Schiebedachfunktion im vorderen Bereich stehen 900 Euro zu Buche, ein Schnäppchen – eigentlich. Zu haben ist der Venga ab Ende Januar 2010.
HJE
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