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| Fahrbericht BMW Z4 Sdrive23i |
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Lange Rede - kurzes Heck.
Man merkt, der Z4 kommt an, aber nicht nur bei mir, er zieht überall die Blicke auf sich. Wer ihn übersieht wird durch den Auspuffklang dann doch auf ihn aufmerksam. Auch wenn ich nur den kleinen sdrive 2.3i zur Verfügung hatte, bereitete der Test viel Freude.
Mit der Bezeichnung 2.3i stapelt BMW allerdings eher tief, denn der Reihensechser verfügt über 2,5 Liter Hubraum und schöpft daraus 204 PS und 250 Nm Drehmoment. Das reicht für einen anständigen Vorwärtsschub, lässt man diese Pferdchen los. Aus den beiden Auspuffrohren brüllt der Z4 sein Lied mit dem BMW typischen sonoren Reihensechser-Klang. Zurückhaltung - Fehlanzeige! Wem dieser Sound gefällt, der kann diesen Klang bei offenem Dach noch viel mehr genießen. Die Sitzheizung und die für Wärme sorgende Klimatisierung ermöglichen „Openair Feeling“ auch im Winter. Die Mütze, hiermit ist das Leichtmetallklappdach gemeint, ist schnell ausgezogen, aber leider nur im Stand. Per Funk lässt sich das Dach auch öffnen, so kann man auf dem Weg zu seinem Wägelchen schon für erstaunte Gesichter sorgen, wenn, wie von Geisterhand, plötzlich der Öffnungsvorgang beginnt. Schlecht ist dann nur, wenn die Hände den großen Einkauf tragen, denn dann muss der Beifahrersitz her halten, allzu viel Platz bietet der Kofferraum mit geöffnetem Dach nicht. Eine spezielle Abdeckung gibt dabei den maximal nutzbaren Raum für das Gepäck an und das möchte dort vor dem Öffnen untergebracht werden. Wer also verreist, sollte dies geschlossen tun. Ein Gimmick, über das ich doch ein wenig schmunzeln musste, ist der Ski - Sack. Skiurlaub mit einem Z4, das kann eigentlich keiner wirklich wollen. Aber gut, es gibt jedenfalls die Möglichkeit auch lange Güter zu transportieren. Der Z4 will auch kein Lastenesel sein, ist er doch zum offenen Kurvenräubern geboren. Und genau da ist der Z4 in seinem Element. Ein wenig sollte man sich mit der langen Motorhaube arrangieren, denn sie braucht Gewöhnung, aber dann kann es auch schon los gehen. Eine Lenkung die zackiges Einlenken auch fühlbar macht erhöht den Spaßfaktor. Über den Sporttaster lassen sich Härte des Fahrwerks und Lenkung sowie das Ansprechverhalten des Gaspedals in 4 Stufen anpassen. Im Sportplus Modus wird auch die elektronische Fahrhilfe zurückgenommen. Neben der Lenkung überzeugt auch die BMW typisch knackige Sechsgangbox, sauber und über kurze Wege lassen sich die Gänge wählen. Das Fahrwerk hingegen ist leider auch in der Stufe „Normal“ eher hart. Das hätte angesichts der Verstellmöglichkeit etwas komfortabler ausfallen können. So wird der zahme Z4 dann zum Geparden, zum Löwen fehlen ihm ein paar PS, die der große 35i dann bereit hält. Beim Durst nach dem Supersprit ist er eher das Hauskätzchen, zwischen 9 und 10 Litern bei normaler Fahrweise sind vollkommen in Ordnung, die Werksangabe von 8,2 Litern verfehlt er aber. Beim Preis wird’s dann schon wieder interessanter, mit Leder, Xenon, großem Navi und ein paar weiteren Annehmlichkeiten kann der Z4 dann schon locker über 60.000 Euro kosten. Die Basisversion schlägt mit 36.200 € zu Buche, das Spitzenmodell, der sDrive35i kostet ab 47.750 €.
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