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Tom Tom

Fahrbericht: Sorento
Schluss mit lustig

Der alte Sorento hatte mit dem begründeten Vorurteil zu kämpfen, ein Plagiat des Mercedes ML zu sein. Das hat sich mit dem Neuen total geändert. Selbstbewusst präsentiert sich der Aktuelle als Kia, Ähnlichkeiten mit anderen SUVs beziehen sich nur auf die Fahrzeugart. Er ist ein richtiger Hingucker geworden, bei dem die Optik stimmt.....von Hans-Jürgen Eibel  







Im Test hatte ich den 2.2 CRDi Allrad, mit einem exakt zu schaltendem Sechsgang Getriebe. Der Sorento befindet sich in guter Gesellschaft, Mitsubishi Outlander (ab März in neuem Gewand), Ford Kuga, Opel Antara heißen hier die Hauptkonkurenten. Eventuell kann beim interessiert Suchenden noch der Landrover Freelander mit in die Überlegungen einbezogen werden

Der neue 2.2 CRDi Diesel ist bärenstark und bringt mit seinen 197 PS und einem Drehmoment von 421 Nm, die Fuhre zügig in Schwung. In 9,6 Sekunden geht’s auf 100 Km/h, bei 190 Km/h ist dann Schluss. Dabei dreht der harmonische Commonrail Diesel gerade mal 3600 U/min. Kia regelt auch bei diesem Tempo ab, technisch würde der Sorento locker die 200er Marke knacken. Mit GPS gemessen waren es 195 Km/h
Der Motor tritt bei der Geräuschentwicklung, hat man ihn erst mal warm gefahren, sehr in den Hintergrund. Auch an der Tanke bleibt er bescheiden, voll besetzt kann man ihn mit der 8 vor dem Komma bewegen, im Testverbrauch hatten wir 10,5 Liter Diesel zu verbuchen. Dank seines 70 Liter Tanks ergibt das eine sehr komfortable Reichweite.

Komfortables zu Hause

Der Innenraum des Sorento wirkt edel, Holzimmitat und Aluminium herrschen vor. Leider hat man bei den Kunstoffen etwas gespart, der Armaturenträger wirkt zwar edel, fühlt sich leider aber hart an. Die Oberflächen verführen zum darüber tatschen, das Feedback ist aber etwas enttäuschend. Gut hier kommt auch der Preis mit ins Spiel. Trotzdem gut gelungen ist das Ganze und ich habe mich wohlgefühlt im Sorento. Bei Dunkelheit kommt die Ambiente Beleuchtung der Ausstattungsvariante Attract besonders gut zur Geltung. Ein warmer Rotton illuminiert die Türgriffe und das Ablagefach im Frontbereich. Zum Wohlfühlgefühl trugen auch die bequemen Sitze bei, in der Teillederausstattung war der Fahrersitz elektrisch einstellbar. Vermisst habe ich aber eine Sitzheizung, gerade in der kalten Jahreszeit ist sie doch ein erheblicher Beitrag zum Komfort. Aber gut, man kann nicht alles haben. Dafür hatte ich dann eine Rückfahrkamera im Innenspiegel integriert. Für mich ist das aber eher verwirrend als hilfreich beim Rückwärtsfahren, da nehme ich doch lieber die Außenspiegel.  

Im Wald und auf der Heide

Verlässt man mit dem Kia die befestigten Straßen, sollte man seine Wahl mit Voraussicht planen, hat er doch eine Bodenfreiheit von nur 184 mm. Das schließt von vorne herein gleich mal den Rubikontrail aus.  Kia ging bewusst den Weg,  weg vom Geländefahrzeug, hin zu den heute üblichen SUVs  Der permanente Allradantrieb hilft aber über so manche Klippe hinweg und für die Ansprüche derer, die eben mal im Rough unterwegs sein müssen, reicht das auch vollkommen aus. Die nun selbsttragende Karosserie, ohne den Leiterrahmen des Vorgängers, steht auf einem Fahrwerk mit Einzelradaufhängung vorne und hinten und bietet so Onroad mehr PKW Qualitäten als bis dato.

Club der Helferlein

Die Elektronik hält immer mehr Einzug in den modernen Fahrzeugen, so auch im Kia Sorento. Stabilitätskontrolle, ABS, Bergabfahrhilfe und Anfahrhilfe am Berg, um nur einige zu nennen. Richtig gut auch das Radio, das für guten Empfang und einen raumfüllenden Klang sorgt.

Abteilung Transport

Von einem SUV erwartet man zu Recht ein ordentliches Angebot an Stau- und Gepäckraum. Auch hier enttäuscht der Kia nicht. Ein Kofferraum, der auch mit einem Schrankkoffer fertig wird, eine unter der Abdeckung verborgene tiefe große Abteilung für Dinge die man nicht so offen in den Kofferraum schmeißt, die aber auch zur Aufnahme der dritten Sitzreihe (optional) dient vervollständigen in Verbindung mit den umklappbaren Rücklehen der Rücksitze, das großzügige Raumangebot.
Kopf- und Ellbogenfreiheit gehen im Passagierraum vollkommen in Ordnung, man reist bequem.

Das Fahrwerk des Sorento macht sowohl On- wie Offroad eine gute Figur. Etwas straff aber dennoch komfortabel.

Das liebe Geld. Natürlich will auch Kia seine Fahrzeuge bezahlt haben, ist aber dafür mit der 7 – Jahresgarantie (oder 150.000 Kilometer) recht großzügig. Auch die Preise sind durchaus fair, man bekommt was für sein Geld. 28.505 Euro für den 2,4 Liter Benziner mit 2WD sind ein günstiges Angebot, der von mir gefahrene Diesel mit Topaustattung war mit 36.750 Euro für ein Allradauto immer noch moderat ausgepreist.
HJE

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