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Fahrbericht:Cee'd
Kia Cee’d  - der Clevere

Es gibt einige Neuerungen beim Kia Cee’d. Zum einen wurde am Aussehen gefeilt, innen wie außen, und zum anderen wurde auch unter dem Blech einiges erneuert. Ein neuer Dieselmotor, Start-Stopp-Funktion, neues sechs-Gang-Getriebe. Aber wie schlägt sich der Cee’d im Alltagstest? – Gut!..von Melani Köhler






Das aktuelle Kia-Gesicht, das durch den neu überarbeiteten Stoßfänger betont wird und bereits beim Soul und Magentis zum Tragen kam, steht auch dem Cee’d hervorragend. Durch den breiten Trapezgrill wirkt er markanter und selbstbewusster. Hinten wären die neuen Heckleuchten in LED-Optik zu erwähnen. An Länge hat der Cee’d sagenhafte 25 mm dazu gewonnen, was man aber im Innenraum nicht zu spüren bekommt. Die zusätzliche Länge setzt sich aus 20mm Stoßfänger vorne und 5 mm hinten zusammen. Im Innenraum hat sich auch einiges getan. Und zwar gibt es ein neues Vier-Speichen-Lenkrad, mit dem man alles im Griff hat, den optionalen Bordcomputer und den optionalen Tempomat z. B. Ansonsten gibt es an den Bedieninstrumenten nicht viel aus zu setzen. Alles schön übersichtlich und klar definiert. Immer wieder erwähnenswert (finde ich) sind die Sitze von Kia. Auch wenn sie nur manuell einzustellen sind, findet doch jeder eine bequeme Sitzposition und sie bieten sehr guten Seitenhalt. Auch längere Fahrten sind so kein Problem. Klimaautomatik und die dreistufige Sitzheizung (eine wirklich sehr gute Erfindung, besonders im Winter) tragen auch zu mehr Komfort bei Fahrer und Beifahrer bei. Radio und CD-Player sind auch mit an Bord und der Sound braucht sich nicht zu verstecken. Der macht wirklich Laune. Leider ist dieser bei Ipod und Mp3-Playern nicht mehr ganz so gut. Praktisch bleibt der Cee’d wie eh und je. Mit nur ein paar Handgriffen lässt sich die Rücksitzbank umklappen und das Kofferraumvolumen wächst von 340 Litern auf 1300 Litern Somit kann man auch mal größere Teile transportieren.
Nun aber zum interessanteren Teil der Erneuerungen. Der neue 1,6 CRDi Dieselmotor, den es in zwei Ausführungen gibt. Einmal mit 90 PS und einmal mit 116 PS. Er ist zwar nicht der Schnellste und Druckvollste – ist ja auch kein Sportwagen – aber ab 1.500 Umdrehungen fängt er an Laune zu machen. Leider waren die Straßenverhältnisse zu unserer Testzeit mehr als winterlich, so dass die Fahrweise doch etwas vorsichtiger und besonnener war, als zu Sommerzeiten. Das neue 6-Gang-Schaltgetriebe bietet kurze, knackige Schaltwege. Das Fahrwerk wurde verbessert und man kann nun auch etwas sportlicher in die Kurven gehen. Die Karosserie neigt sich nicht mehr so sehr (sehr zur Freudemeiner Kinder, die sich nun nicht mehr bei jeder Kurve festhalten mussten) und man kann auch sportlicher und dynamischer unterwegs sein. Von 0 auf 100 ist er in 11,5 Sekunden und ist mit einer Spitzengeschwindigkeit von 188 km/h unterwegs. Das reicht allemal um von A nach B zu gelangen.
Neu ist auch die optionale Start-Stopp-Funktion im überarbeiteten Cee’d. Für 300 Euro Aufpreis ist diese erhältlich und bringt eine Ersparnis von 0,4 Litern auf 100 km. Somit rentiert sich das ganze erst ab 80 000 km wirklich. Trotzdem ist der Kia Cee’d was für Sparfüchse. Nicht nur weil Kia die Garantie auf 7 Jahre erhöht hat, sondern weil der Cee’d auch wirklich sparsam ist! Laut Herstellerangaben soll er zwar nur 4,5 Liter verbrauchen, im Alltagstest, Stadt, Land und Autobahn, waren es dann aber doch 5,7 Liter. Was dennoch niedrig und sparsam ist. So kann man mit einer Tankfüllung schon mal 700 km weit fahren. Der CO2 Ausstoß liegt bei 115 Gramm.
Der Grundpreis für den Kia Cee’d 1,6 CRDi Spirit mit 116 PS liegt bei 21.025€. Bei unserem Testwagen war außerdem das PSP Sport Paket, das PKO (Komfort Plus Paket), eine Metallic Lackierung und die Start-Stropp-Funktion mit an Bord, was einen Endpreis von 23.215 € ergibt. Somit kann man mit gutem Gewissen sagen: das Preis-Leistung-Verhältnis stimmt bei Kia auf jeden Fall.
MK

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