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Fahrbericht: Mitsubishi L200
Besuch im Fitnessstudio

Der L 200 hat sich an den Marterwerkzeugen des Fitnessstudios eine bessere Figur erkämpf, wobei hier aber mehr die Designer geschwitzt haben werden. Der vorher eher zierlich wirkende Pickup von Mitsubishi hat nun eine kräftige Figur, wirkt athletischer und kraftvoller….von Holger Schwämmle.







„Er ist Deutschlands meistverkaufter Pick-Up“, mit dieser Info meines Chefredakteurs im Hinterkopf, machte ich mich auf den Weg zur Abholung unseres Testwagens in die  Deutschlandzentrale von Mitsubishi. Da stand er nun, unübersehbar und in voller Größe.
Mit über fünf Metern Länge und einer Breite von einem Meter achtzig wirklich nicht zu übersehen. Von vorne fällt der neu gestaltete Chromgrill auf. Dieser Wirkt bullig und edel zugleich. Dem durchgestylten, für einen Pick-Up eher untypischen Blechkleid merkt man an, der L200 will schön sein und nicht einfach „nur“ praktisch.

Ein Tastendruck auf die Fernbedienung und alle vier Türen der Doppelkabine sind entriegelt. Die Kommandobrücke ist dank der hohen Sitzposition sehr komfortabel
zu erreichen. Und hat man erstmal Platz genommen, fühlt man sich schon ein wenig wie  der Kapitän eines Kreuzfahrtschiffes. Auch der Lenkung merkt man die Dimensionen des Fahrzeugs an. Hier darf schon mal von „Kurbelwelle“ gesprochen werden. Direkt geht anders, dafür ist sie aber schön leichtgängig. Der Wagen ist trotz der Größe sehr übersichtlich. Die elektrisch versenkbare Heckscheibe bietet einen guten Blick nach hinten. Die Ausstattung des Innenraums wirkt nüchtern. Auf Wunsch kann mit Leder ein wenig der Optik nachgeholfen werden.

Die Kernkompetenzen des Fahrzeugs sind ganz klar der Antrieb und die Geländeeigenschaften. Der 2,5 Liter Dieselmotor des DiD+ mit Common-Rail-Direkteinspritzung und Turbolader leistet 178 PS und 400 Nm Drehmoment. Die Kraft wirkt wahlweise auf die Hinterräder oder permanent auf alle vier Räder, was im Gelände und auf nasser Fahrbahn souveräne Fortbewegung garantiert. Der Motor ist durchzugsstark und trotz des hohen Gewichts unseres Testwagens, mit über zwei Tonnen, relativ bescheiden. 7,8 Liter bei normaler Fahrweise. Im Gelände muss man mit bis zu 12 Litern rechnen.

Das Fahrwerk verhält sich auf Schotterpisten sehr komfortabel. Auf Asphalt hat man trotzdem nie den Eindruck in einer Schaukel zu sitzen. Auch in etwas schneller gefahrenen Kurven hat man stets das Gefühl sicher und kontrolliert unterwegs zu sein. Einzig bei Regen sollte man in engen Kurven, bei leerer Ladefläche und 2WD, mit dem Gasfuß etwas vorsichtig sein. Sonst kann der Laster schon mal mit dem Heck wedeln. Was aber durch die Stabilitätskontrolle MASC in engen Grenzen gehalten wird.

Die Zuladung variiert zwischen 710 kg und 865 Kg. Das kommt ganz darauf an ob man sich für die Single- oder Double-Cab-Variante entscheidet.

Mit dem neuen L200 versucht Mitsubishi den Spagat zwischen chic und praktisch in Richtung Premium. SUT nennt sich das dann. Sports Utility Truck.
Die Preise beginnen für den 2WD mit Einzelkabine bei 18.990 Euro, die Doppelkabinen Version startet bei 21.990 Euro

Vielleicht bleibt der L200 so auch weiterhin, was er war. Der meist verkaufte Pick-Up in Deutschland.
HJE, HS

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