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Fahrbericht: Seat Toledo 2.0 TDI
Spanische Städtetour

So ganz verständlich ist der Toledo nicht - haben die Kunden doch gute Alternativen mit dem Leon, dem Altea und dem Altea XL. Aber: Vor dem Modellwechsel war der Toledo die Limousinen- variante des Leon - und da machte er Sinn.





 


Trotzdem haben wir den Toledo einem Praxistest unterzogen und mussten feststellen, ganz so verkehrt ist er gar nicht.
Der Toledo ist, ein Altea mit Bürzel meint man zunächst. Nur wenn man die Seitenlinie des Toledo betrachtet wirkt er wesentlich dynamischer und gefälliger, was nicht heißt, dass der Altea hässlich ist. Gut sein Auto sieht man ja die meiste Zeit nun doch von Innen. Der Innenraum ist komplett Altea, die Designrichtung geht deutlich Richtung Sportlichkeit und gefällt auf Anhieb, nur die Haptik lässt zu wünschen übrig, so ist die Abdeckung des Kombiinstruments aus Hartplastik, - hier stellt sich die Frage, ob in der Entwicklungsabteilung niemand die Teile angefasst hat.
Na gut genug gemeckert, die Verarbeitung ist trotzdem sehr gut, die Platzverhältnisse gehen auch in Ordnung. Das Highlight des Testwagens ist wohl das Duo „TDI+DSG“ das heißt 2.0 Liter, 140 PS Leistung auf die Straße gebracht über die Vorderachse durch das Direktsschaltgetriebe mit Doppelkupplung übersetzt.

Der Schaltet Gut

Eine kurze Erklärung zu dieser Getriebeart: Das DSG Getriebe gibt sich zunächst wie ein normales Automatikgetriebe mit Wandler, wenn man den Wählhebel für die Fahrstufe und die Pedalerie ohne Kupplungspedal betrachtet. Nur arbeitet hier kein Wandler, der zunächst einmal Motorleistung schluckt, hier sind es eben zwei richtige Kupplungen, das heißt, man fährt an , das Gefühl und die Leistungsabgabe ist wie beim normalen Schalter, aber jetzt kommt der Clou: der Gangwechsel geht Blitzartig, eigentlich unmerklich, denn während ein Gang eingelegt ist, liegt der nächst höhere schon bereit, sodass nur eine Kupplung zu macht und die andere gleichzeitig öffnet und der Gang ist gewechselt dies dauert eben nur einen Wimpernschlag. So ist Beschleunigen ohne Zugkraftunterbrechung möglich, deutlich wird das auch durch die Beschleunigungswerte, denn die DSG Version schafft die 100 km/h in 9,8 Sekunden und die Handgeschaltete benötigt 10 Sekunden.

Das Fahrwerk des Toledo ist sportlich dynamisch ausgelegt, ohne aber brutal zu wirken. Der Federungskomfort ist durchaus Langstrecken tauglich. Der Toledo verfügt auch über das „Agile Fahrwerk“ – eine SEAT Entwicklung. Mühelos und präzise lässt sich der Toledo damit durch anspruchsvolle, kurvenreiche Strecken steuern. Auch bei hohem Kurventempo bleibt er gutmütig und leicht beherrschbar. Trotz seiner relativ hohen Karosserie bleibt die Kurvenneigung minimal.

Der Kofferraum hat schon fast galaktische Dimensionen und ist sehr gut nutzbar. Das Passagierabteil bietet neben guten Sitzen auch ordentlich Platz für 4 Leute, bei 5en wir es, wie bei allen anderen, etwas eng. Sonst sind die Unterschiede zum Altea recht gering und die Wahl für den Toledo dürfte wohl über das Kofferraumvolumen gehen.

Den Toledo gibt es ab 18968,19.- Euro, für die von uns getestet Version als 2.0 PD mit DSG muss man 27046,85.- Euro hinblättern, hat dafür aber schon ein sehr komplettes Auto. Die gesamte Dieselpalette hat übrigens serienmäßig den Partikel-Filter an Bord.
Text und Bild: HJE/Automagazin24.de










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