Kult as Kult can
Kultautos gibt es ja schon ein paar, deren Erfolg ist auch beachtlich. Nun steigt auch Fiat mit in das Geschehen ein. Der neue Fiat 500 stellt wahrlich einen würdigen Nachfolger des kultigen 500er der 60er Jahre dar.
Knuffig sieht er aus, der Kleine. Mit seinen Kulleraugen schaut er freundlich drein und vermittelt gute Laune. Das spürt man auch im Straßenverkehrt, so erhascht man fast mehr Blicke als mit einem Zuffenhausener Sportwagen, wobei selbst ein Fahrer eines solchen Fahrzeugs neugierig den Hals verrenkt.
Aber nicht nur das Äussere ist gefällig, im Innenraum setzt sich das schicke Design fort. Unser Testwagen war innen in Beige und Braun Tönen gehalten, mit den in Chromgefassten Knöpfen ergibt sich so ein schickes Gesamtbild, so dass man gern in den Kleinen einsteigt.
Befeuert wurde unser 500er von einem 1,4 Liter 4-Zylinder Motor mit 100 PS, von denen leider recht wenig zu spüren war. Die Enttäuschung lässt sich da nicht verbergen, scheinen doch 100 PS und Kleinwagen eine gute Kombination. Sehr schlapp und zugeschnürt entwickelt der 16 Ventiler seine Kraft, in der Stadt mag das noch gehen, aber auf der Autobahn macht das nicht so viel Spaß wie erwartet.
Der Verbrauch mit 8 Litern im Schnitt entsprach nicht unseren Erwartungen, es ist für unseren Geschmack doch etwas viel für so einen kleinen Floh.
Die Lenkung entpuppt sich leider als weiter Schwäche, auch wenn sie zum Parken und rangieren im Stadtverkehr ideal ist, lässt sie bei der Kurvenhatz die nötige Rückmeldung missen. Das Fahrwerk gibt gute Rückmeldung über die Straßenverhältnisse.
Es ist zwar manchmal etwas hoppelig, aber im grünen Bereich.
Den mangelnden Vorwärtsdrang des Motors gleichen fest und gut dosierbare Bremsen aus, hier hat Fiat wirklich nachgelegt, waren die Bremsen vorangegangener Modelle eher mangelhaft.
Das Schleuderprogramm ESP findet sich beim 1.4 Lounge Serienmäßig ein, aber für die kleineren Motorisierungen wird ein Aufpreis von 350 € fällig.
Ansonsten gefällt der Fiat, auch wegen der leichten Bedienung, man findet alles wo man es erwartet, eine Knöpfeflut bleibt dem Fahrer erspart.
Die Platzverhältnisse sind für Fahrer und Beifahrer durchaus ok, von der Rückbank kann man natürlich keine Wunder erwarten, aber selbst da könnten theoretisch zwei Erwachsene Platz finden.
Im Kofferraum finden die Einkäufe Platz, zum Schwedischen Möbelhaus braucht man mit dem Kleinen aber nicht, es sei denn man kauft nur eine Kommode, die geht nach umklappen der Rückbank rein.
Die Qual der Wahl
Die Ausstattung des Fiat 500 lässt sich noch durch ein paar wenige Kreuzchen komplettieren, hier gibt es 3 verschiedene Pakete die schon die nötigsten Dinge enthalten, das macht das Bestellen und Aussuchen einfach, wobei man mit den ca. 500000 Individualisierungsmöglichkeiten doch eine Zeit verbringen kann.
Etliche Dekore aussen wie Innen, sogar der Schlüssel lässt sich gestalten, also so lange wie beim 500er wird es wohl nicht dauern ein anderes Fahrzeug seinen Wünschen anzupassen. Aber gut, so individuell bekommt man auch kein anderes.
Der Einstieg in die Welt der individuellen Autofahrens beginnt bei 10.500 Euro
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