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Fahrbericht: Fiat Qubo 1.3 Multijet
Die Würfelriege

In der Gruppe der auf der Form eines Würfels basierenden Familienautos kämpft nun auch der Fiat Qubo um Punkte.
Eine expandierende Sparte im Automobilbau.








Der Fiat Qubo kam ja ursprünglich mal als der Kleintransporter Fiorino für Gewerbetreibende  zur Welt. Der Markt forderte dann zwischen Van und dem „Achtung ich bin Mutter, passt gefälligst auf mich auf, Fahrrad mit Kinderanhänger“, eine weniger große und weniger gefährliche Lösung. So baute fast jeder Hersteller der einen gewerblichen Kleintransporter in der Modellpalette führt, daraus ein familientaugliches Gefährt. Die Mitbewerber des Qubo heißen da Renault Kangoo, Citroen Berlingo und Skoda Roomster. Sie treten gegen den Platzhirsch in Deutschland, den VW Caddy an.
Beim Anblick des Qubo drängt sich der Gedanke an Entenhausen auf. Der Bug erinnert  sehr an Donald Duck. Aber der ist ja kein unangenehmer Geselle, eher liebenswert in seiner tollpatschigen Art. Donald hätte das Auto sicher gemocht, alleine schon seiner drei Neffen wegen..
Weg vom Comic, hin zum Auto. Seine Gene, die im Kleintransporter Fiorino wurzeln, kann er nicht verleugnen, wenn er auch nun als PKW verkleidet ist.
Der 1.3 Liter Selbstzünder mit 75 PS wirkt eher matt, viel Fahrfreude kommt mit dieser Motorisierung nicht auf.  Nun ja, der Qubo ist ein Familienauto und so wird wohl sehr selten jemand in ihm sportliche Ambitionen haben. Mit 8,3 Liter Diesel auf 100 Kilometer, überwiegend im Stadtverkehr, pegelte sich sein  Verbrauch im moderaten Bereich ein. Die Fünfgang-Box ist unauffällig zu schalten, der Hebel hierzu liegt griffsympatisch hoch in der Mittelkonsole. Nur der dritte Gang will nicht so ganz passen, er gibt sich etwas zu kurzatmig.
Die Würfelform signalisiert es schon, im Qubo ist Platz für einiges.

Einen Schritt zurück

Öffnet man die groß geratene Heckklappe, sollte man einen Schritt zurücktreten, denn  sie fordert Platz zum Öffnen. Nicht so prickelnd in engen Parklücken, die tiefe Ladekante entschädigt dafür.  Einfach praktisch sind  die zwei Schiebetüren für das Passagierabteil, sie ermöglichen auch den problemlosen Einbau des Kindersitzes. Ältere Menschen finden durch sie auch einen bequemen Zugang zur Rückbank.  Der Kofferraum ist eher hoch als tief und fasst Dach hoch beladen 660, bis Rückenlehnen-Oberkante 330 Liter. Die asymmetrisch umklappbaren Sitzlehnen erweitern ihn nochmals, auch können die Rücksitze ganz hochgestellt, oder ausgebaut werden. Dann steht ein  Ladevolumen von 2800 Litern zur Verfügung.  Sollte ja reichen, für die meisten Familien-Transportaufgaben.
Der Innenraum ist funktional, reichlich Ablagen bietend. Nur die stoffbezogenen Sessel mit guter Seitenführung und Komfort, sind bei Schmutzattacken der Sprösslinge nicht so ganz unempfindlich. Dafür bietet der Qubo auch keine hochglanzpolierten Edelholzflächen, die Sohnemann mittels spitzer Gegenstände auf ihre Echtheit überprüfen kann. Alles mehr praktisch angelegt und dabei ganz ansehnlich.Die hohe Sitzposition ergibt zusammen mit den großen Fensterflächen eine gute Übersicht über das Verkehrsgeschehen ringsum.

Hart aber herzlich

Das Fahrwerk stammt vom Kleintransporter Fiorino und ist ohne Änderung  übernommen. Man merkt es aber nur bei wirklich schlechter Fahrbahn, so wie die schöne A9 zwischen Dreieck Holledau und Manching, die kurzen Stöße, der vom LKW-Verkehr doch recht ruppig gewordenen Straßendecke, führen zum Nicken der Insassen im Takt der Fahrbahn. Etwas Seitenneigung darf da natürlich auch nicht fehlen und so werden sportliche Ambitionen gleich im Keim erstickt. Schade auch, dass Fiat für ein Familienauto die Schleuderbremse ESP nicht im Angebot hat.

Als 1.4 Liter Active ist der Qubo ab 12.990 Euro im Angebot des Händlers, einschließlich der 5 Jahre Garantie die Fiat bietet. Unser Testwagen war der 1.3  Multijet und schlug mit 18.800 Euro zu Buche. In diesem Preis ist der DPF, das Radio mit Blue&me, Parkpilot, Sitzheizung und formschöne Alu felgen enthalten. Ein fairer Preis für ein faires Auto
HJE










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