Rasanter Smoking
Der Seat Leon Cupra, den wir im Fahrbericht hatten, war ein Überraschungspaket. In dunkles Lila gekleidet, kam er zwar elegant, aber eher unauffällig daher. Aufmerksamkeit erregte er dann, wenn der Fahrer das in Aluminiumoptik gehaltene Gaspedal durchtrat.
Die Performance, die der 2.0 TFSI mit 240 PS an die Vorderräder abgibt, ist schon beeindruckend. In der Gilde der „Schnellen Hirsche“ ist man mit ihm gut dabei und das ohne dass einem die Betriebskosten die Tränen in die Augen treiben. Selbst bei rasanter Fahrweise ist der Verbrauch mit etwas über 14 Litern pro 100 Kilometer in Anbetracht der Leistung doch als moderat zu bezeichnen. Das ohne Kraftaufwand zu schaltende Sechsganggetriebe mit dem mir immer noch nicht gefallendem Cupraschalthebel, ist exakt zu bedienen und die Abstufung der Gänge passt. Wer einen „Rennstart“ hinlegen will, wird bei eingeschaltetem ESP erstmal die Motordrehzahl im Keller finden, bevor der Cupra dann ohne quietschende Reifen davon schießt. Die Gänge zügig ausgedreht erreicht man im 2ten Gang die 100 km/h Grenze in 6,4 Sekunden. Das Drehmoment von 300 Nm, das zwischen 2000 und 5500 U/min anliegt, sorgt für eine gummibandartige Beschleunigung bis zur Höchstgeschwindigkeit von 247 Km/h. Der Motor zieht aber auch ohne Murren im Sechsten Gang aus niedriger Geschwindigkeit hoch. Man muss also nicht hektisch im Getriebe rühren, sondern kann es auch ganz gemütlich angehen.
Sportlicher Salon
Der Innenraum des Leon Cupra versprüht Rennwagen-Feeling. Schalensitze mit integrierter Kopfstütze umfassen Fahrer und Copiloten und geben hervorragenden Seitenhalt, ohne aber dabei einengend zu wirken. Fahrzeugsäulen und –dach sind in schwarz verkleidet. Die Farbe Schwarz dominiert den Innenraum, unterbrochen von Elementen in rot, weiß und silber, die ihre optische Wirkung sowohl dem farblichen Kontrast als auch ihrem sportlichen Design verdanken. Die Instrumente sind weiß hinterlegt und die sportlichen Pedale haben einen Aluminiumlook. Das Cupra-Logo herrscht auf den Details vor, aber auch so ist unverkennbar in welchem Auto man da sitzt. Der Tacho ist leider etwas schwierig abzulesen, die Skalierung etwas unübersichtlich. Sonst ist die Bedienung aus dem VW Regal entnommen, also praktisch und gut.
Cup Racing
also CUPRA, der Name ist Programm. Die Abstimmung ist hervorragend gelungen, sportlich straff, ohne brutal zu wirken. Kurze Stöße werden zwar mitgeteilt, aber nicht als Tritt in das Hinterteil, sondern doch gut absorbiert. Lange Wellen nimmt er auch als solche und gleitet darüber ohne nachzufedern. Er klebt halt am Asphalt. Bei hohen Kurvengeschwindigkeiten neigt er, fronttrieblertypisch, zum Untersteuern, wird aber da vom ESP durch Leistungsrücknahme wieder eingefangen. Zu optimistische Bremspunkte werden dann durch Bremseingriffe korrigiert. Etwas leicht wird er beim Gaswegnehmen bei hohen Geschwindigkeiten auf der Hinterachse, ist aber auch da gut zu kontrollieren. Die Bremsen sind ohne Fehl und Tadel, gut dossierbar und der Leistung des Cupra angepasst. gegenüber dem FR mit 200 PS fiel uns ein sparsamerer Umgang mit dem kostbaren Treibstoff auf, im Testverbrauch standen 14,1 Liter Super auf dem Papier. Maximal waren 17,3 Liter, minimal 8,5 Liter zu vermerken.
Der Preis für den Leon Cupra beginnt bei 27.290 Euro.
HJE/Automagazin24.de
 
 '
 
 
 

Versicherungs-Rechner
Download als PDF-Datei Technik Preise Ausstattung
Homepage Seat
Gebrauchtwagen auf:
 |