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Fahrbericht: BMW X3 3.0sd
Wat denn nu?

Sportwagen? SUV? Der neue X3 von BMW hat von beidem etwas zu bieten. Vor allem der 3.0sd.






Hätte vor 10 Jahren jemand gesagt, dass man aus einem 3-Liter-Diesel 286 standfeste PS zaubern kann, wäre wohl eine psychiatrische Untersuchung fällig geworden. Die Motorenbauer von BMW haben es verwirklicht, und so wie die Entwicklung verläuft, ist da noch lange nicht das Ende der Fahnenstange erreicht. Gut, ob man die Power wirklich braucht, darüber lässt sich trefflich streiten, aber wenn sie da ist, macht es wirklich Spaß sie auch zu nutzen. Der Vorwärtsdrang des X3 ist schon enorm und lässt man die Zügel schießen, stürmt er bis Tacho 245 km/h los.(Werksangabe 240 m/h)  Dort gibt dann die Elektronik den Spielverderber, denn es liegen erst mal gut 4000 U/min an, bei 230 schaltet die 6 Stufenautomatik bei durchgetretenem Gaspedal erstmals in die letzte Stufe. Also Leistung satt, die aber auch durch tadelfreie Bremsen wohldosierbar im Zaum gehalten wird. Eine Beschleunigung von 6,6 Sekunden auf die berühmten 100 km/h ist ja wirklich nicht von schlechten Eltern und sorgt für so manchen erstaunten Zeitgenossen.

Ländliches

Malerisch in die Landschaft eingebettete Landstraßen sind ja normalerweise eher das Revier von Porsche und Co, aber auch mit einem SUV können sie Spaß machen, zumindest, wenn es sich um den BMW X3 handelt. Sicher ist seine Lenkung nicht so direkt wie die der Sportskameraden, aber dennoch ausreichend um mit Spaß und Freud den geschwungenen Pfaden zu folgen. Etwas mehr Seitenhalt würde man sich bei den Querbeschleunigungskräften, die sich über das agil sportlich abgestimmte Fahrwerk aufbauen lassen, von den bequemen Ledersesseln doch wünschen. Die Kraft auf die Straße zu bringen, ist ja dank des BMW-Allradsystems keine Hürde, es arbeitet unmerklich, aber perfekt.

Runter von der Straße

Eben dieses Allradsystem macht den X3 auch zum Kletterkünstler - wobei die Kraft des Dieselherzens elektronisch geregelt an das Rad abgegeben wird, das den meisten Grip hat, wenn der Untergrund schlüpfrig wird. Auch eine selbsttätige Sperre der Hinterachse greift im Extremfall ein. Runter kann man die Bergabfahrhilfe einschalten und sich nur aufs Steuern konzentrieren, die Geschwindigkeit wird über Bremseingriffe geregelt.

Unser Fazit: Für 52.000 Euro erhält man ein Auto, das sehr vielseitig ist und auch Spass macht. Schon ziemlich komplett ausgestattet, was aber nicht heißen soll, dass sich in der umfangreichen Aufpreisliste nichts finden lie?e, um den Preis noch um einige Tausender zu erhöhen. Etwas spaßbremsend wirkt der Verbrauch, der sich locker an die 15 Liter treiben lässt - aber Kraft kommt halt von Kraftstoff!    
Text und Fotos:HJE/KE Automagazin24.de

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