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Tom Tom

Fahrbericht: BMW X5 4.8i
Ein Cowboy in der Stadt

Der BMW X5 4.8i läuft wohl eher unter dem Begriff Boulevardcruiser, überrascht aber dank X-Drive auch im Gelände. Ob denn so ein „feiner Pinkel“ auch fürs Grobe taugt? Er taugt, wie unser Fahrbericht und unser Videoclip zeigen.






Er sieht ja nun wirklich nicht nach Landarbeiter aus, man fährt mit ihm eher mal vor der Oper vor als durch unwirtliches Gelände. Das martialische Gebrabbel, das aus den beiden Endrohren tönt, wird beim Gas geben dann schnell zu einem lauten Grollen mit aggressivem Unterton. Hier lässt sich schon ahnen was der 4.8 Liter Achtzylinder mit nun 355 PS an Performance zu bieten hat. Um diese auch sicher zu beherrschen hat der X5 eine Kombination einer Doppelquerlenker-Vorderachse mit der Integral-IV-Hinterachse. Diese Konstruktion ermöglicht besonders hohe Querbeschleunigungen, und einen stabilen Geradeauslauf. Der Abrollkomfort ist exzellent. Die neue Zahnstangenlenkung mit variabler Lenkübersetzung erleichtert das Fahren durch das der Situation angepasste Lenkverhalten. Geschaltet wird über ein 6-Stufen-Automatikgetriebe, das dadurch glänzt, dass es sehr dezent arbeitet, blitzschnell werden die Gänge gewechselt, Schaltrucke sind Vergangenheit. Für den manuellen Eingriff steht der Shiftmodus über den Schalthebel oder die (optionalen) Paddels am Lenkrad zur Verfügung.

Der X5 4.8i beschleunigt in 6,5 Sekunden aus dem Stand auf 100 km/h und erst bei 242 km/h ist das Ende des Vortriebs erreicht. Natürlich entsprechen auch die Bremsen den Fahrleistungen, wohl dosierbar und fest zupackend.
Der Innenraum ist geschmackvoll gestaltet, sauber verarbeitet und bietet optional eine Vielzahl von Ausstattungsmöglichkeiten. Luxus, wie man ihn bei einer Limousine dieses Segments erwartet, bietet auch das SAV X5. Serienmäßig ist das großzügige Platzangebot für Mensch und Gepäck. Das Gepäckraumvolumen geht von 620 – 1750 Liter. Der X5 kann auch mittels dritter Sitzreihe zum Siebensitzer umfunktioniert werden.
Als Testverbrauch maßen wir 17,5 Liter, wobei man geringere aber auch wesentlich höhere Verbrauchswerte "erfahren" kann.

Mit an Bord ist auch die BMW typische Momentanverbrauchsanzeige, unverständlicherweise geht die Skala nur bis 20 Liter pro 100 km, so scheint die Nadel zeitweise am Ende der Skala zu kleben.
Das Drehmoment von 475 Nm in Verbindung mit der Automatik erspart ein Reduktionsgetriebe im Gelände.
Leider lässt sich die Bodenfreiheit nicht über 21,5 cm anheben, was natürlich einiges ausschließt, aber sonst meistert er alles mit Bravour. Natürlich hat er auch eine Bergabfahrhilfe mit im Programm.

Hängerpartie

Selbstverständlich haben wir auch getestet wie sich der X5 mit einem Anhänger schlägt. Die 1,5 Tonnen Zusatzgewicht hinter sich beeindrucken den X5 nicht wirklich. Unser Anhänger war mit einer Plane versehen, diese stand direkt im Wind, was den Verbrauch auf 25 Liter auf 100km angehoben hat.

Faszination üben auch die vielen kleinen technischen Details aus, so kann man eine Zuziehhilfe für die Türen ordern, ein leichtes adrücken der Tür reicht und der X5 erledigt den Rest. Für weiteren Komfort sorgen auch die in viele Richtungen verstellbaren Ledersitze, eine perfekte Sitzpostion ist so garantiert.

Das I-Drive ist zwar wie immer gewöhnungsbedürftig, funktioniert aber nach eben dieser Eingewöhnung problemlos.

Unsinnig fanden wir den optionalen DAB Tuner, jedenfalls in Bayern, Thüringen und Sachsen konnte man noch lange nicht von flächendeckender Versorgung sprechen.

Dafür kann die USB Schnittstelle punkten, sie kommt sogar mit einer mobilen Festplatte klar, so kann auch die umfangreichste Musiksammlung mit fahren.

Für 69.500 Euro geht er ohne Extras aus dem Showroom. Zwar viel Geld, aber auch viel dafür geboten.
HJE/Automagazin24.de














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