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| Fahrbericht: BMW X3 2.0d |
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klein aber fein War der alte X3 mit 150 PS 2 Liter Diesel eher eine herbe Enttäuschung, weiß die neue Maschine im X3 durchaus zu überzeugen. 177PS und 350 Nm Drehmoment stemmt der überarbeitete Vierzylinder-Diesel auf die Kurbelwelle. Seine Leistung überträgt er über ein optionales 6 Stufen Automatikgetriebe von ZF. Diese schaltet Butterweich und schnell, zudem hat sie auch meist den richtigen Gang parat. Hier geht eindeutig eine Empfehlung in Richtung Automatik zusammen mit dem überarbeiten Motor ergibt sich ein harmonisches Fahrgefühl.
Freilich, eine Rakete ist der X3 nicht, hat er doch ein paar Kilo mit zu schleppen. Den Sprint auf 100 km/h erledigt er dennoch in 8,9 Sekunden und die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 210 km/h, dort wird sogar elektronisch begrenzt. Allerdings wird der eher für seine Sparsamkeit bekannte 2.0d dann auch zum Schluckspecht, der Bordcomputer attestierte nach straffer Autobahnfahrt schon fast 13 Liter. Über Land kann der Bordcomputer auch mal eine 6 vor dem Komma zeigen, man muss sich nur im Griff haben. Im Schnitt sollte man aber mit guten 8 Litern rechnen, was angesichts der Größe und des Gewichts in Ordnung geht. Freude am Fahren hat man im X3 definitiv, eine direkte Lenkung, wie man sie sich in manchen PKWs wünscht und ein sportliches Fahrwerk untermauern den fahraktiven Anspruch des Müncheners. Leider leidet der Komfort etwas unter den –zwar sinnvollen- aber einfach zu harten Run on Flat Reifen. Hier wird die Notlaufeigenschaft der Reifen über stärkere Flanken erreicht. Gute Bremsen sowie ausgeklügelte Sicherheitssysteme wie das obligatorische ESP (Bei BMW DSC) oder auch das Cornering Brake Control (Stabilisiert das Bremsen in Kurven) sind natürlich auch an Board, genauso wie das Aufprallschwere erkennende Airbag-system, so werden die lebensrettenden Luftsäcke immer richtig gefüllt. Die Fahrfreude geht auch mit der genau einzustellenden Sitz- und Lenkradposition einher, gut abzulesende Instrumente und erreichbare Bedienhebel tun ihr Übriges. Ansonsten kann sich der Fahrer auf die altbekannte Bedienung verlassen, im X3 ist nämlich noch I-Drive-Freie Zone und das ist auch gut so. Ob Radio, Navi oder Klimaanlage alles hat eindeutig zu Gute Haptik und Optik sorgen für Wohlfühlambiente. Auch als Zugfahrzeug lässt der X3 sich einsetzten. Mit Schaltgetriebe darf er 1800 Kg ziehen, mit Automatik sogar 2000 kg. Wir haben einen Anhänger mit Bagger drauf für unseren Zugfahrzeugtest verwendet, Gesamtmasse des Anhänger ca. 1,5 Tonnen. Für den X3 nicht wirklich ein Problem, souverän zieht er die Last durch die Gegend. Die Automatik schaltet selbst unter Last sanft und nahezu unmerklich, das dürfte besonders Besitzer von Pferden oder anderen Tieren, die mal im Anhänger reisen müssen freuen. Der Einstieg in die BMW X3 Reihe beginnt mit dem 150PS starken 2.0 Benziner ab 34.900€ die von uns getestete 2.0d Variante schlägt mit mindesten 37.900€ zu Buche.
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