Torro Yellow
Schon im Stand scheint der Seat Leon FR mit den Hufen zu scharren: Aggressiv wie ein leicht gereizter Stier steht der FR auf seinen breiten Hufen.
Lässt man den 4 Zylinder Turbo dann an, schnaubt dieser wie besagter Kampfstier und lässt man ihn los, stürmt er auch so vorwärts. Der Leon kann ja nun wirklich nicht als unattraktives Auto bezeichnet werden, in FR-Look (Formula Racing) kommt da noch eine gehörige Portion „Sport-Appeal“ hinzu. Die Frontpartie mit den zusätzlichen Luftöffnungen und der tief gezogenen Schürze wirkt überzeugend. Hier kommt kein Zweifel auf, was da von hinten heran stürmt. Bei verträumter Gangart, die beim FR schon schwer fällt, zeigt aber auch das Heck, dass man könnte, wenn man nur wollte. Seat leistet sich ja bei fast allen Modellen, die auf Sport getrimmt werden zwei unterschiedliche Versionen, den Cupra (Cup Racing) und den FR (Formula Racing) den wir im Test hatten.
Der 2 Liter Turbo mit Direkteinspritzung aus dem Konzernregal entwickelt im FR eine Leistung von 200PS. Reichlich für rasante Vorwärtsbewegung, aber auch eine Spritvernichtungsmaschine. Man kann ihn natürlich auch sparsam bewegen, aber wer macht das schon mit so einer Rennsemmel. Ab 200 Km/h aufwärts, - auf dem Tacho geht’s bis 245 Km/h, steigt der Spritverbrauch bis auf 21 Liter an. Darunter lässt er sich mit knapp 13 Litern bewegen, minimal war ein Verbrauch von 8,3 Litern zu realisieren. Aber Laune macht er schon, ein Fahrwerk, das natürlich sportlich straff ist ohne dabei brutal zu werden, eine direkte Lenkung, und standfeste fest zupackende Bremsen machen die Kurvenhatz zum Vergnügen. Auch nachts, denn das Licht ist ohne Fehl und Tadel und leuchtet die Fahrbahn sehr gut aus. Sechs Gänge zu durcheilen ist mit der präzisen Schaltung kein Problem und die Anschlüsse der Gangstufen sind gut abgestimmt. Sonst gleicht er natürlich dem normalen Leon mit dem selben Nutzwert. Den FR erhält man als 2.0 TFSi ab 24.790 Euros, außerdem kann man ihn auch mit Sechsgang DSG erhalten und als Diesel mit 170 PS mit Partikelfilter. Wie „Frau“ den Leon als Cupra beurteilt lesen sie im nächsten Bericht HJE/Auto-Magazin24.de
Rennwagen feeling Das Leben ist nicht perfekt, es ist voller Überraschungen, eine große ist der Leon Cupra
Dieses Auto ist Luxus der mir gefällt. Optisch ist der Leon Cupra ein Auto mit dem man sich sehen lassen kann. Durch seine speziellen Frontstoßfänger, die Außenspiegelgehäuse, die großen Leichtmetallräder (7,5X18) zieht er alle Blicke auf sich. Ich fahre mit dem Leon Cupra auf der A 44, durch die schwarzen mit roten Streifen versehen Schalensitze mit integrierter Kopfstütze, dem mikroperforierten Leder Lenkradbezug und die Fußpedale in Aluminiumoptik vermittelt er ein Rennwagenfeeling vom Feinsten. Wirklich ein ansprechendes Ambiente. Da die Autobahn frei ist und ohne Geschwindigkeitsbeschränkung gebe ich Gas. Der Vorwärtsdrang beim Tritt auf das Gaspedal hält, was die Zahlen versprechen. Mit seinen 177 KW / 240 PS beschleunigt er von 0 auf 100KM/ h in 6,4 Sekunden und erst bei einer Höchstgeschwindigkeit von 247 Km/h ist dann Schluß. Ein toller Fahrspaß, bei einem moderatem Spritverbrauch von 8,6 L auf 100 K m . Der tolle Motorsound, gibt mir das Gefühl in einem WTCC ( erfolgreicher Leon Rennwagen) zu sitzen. Bei einem Stopp auf dem Rastplatz wurde er auch gleich bewundert. Der Leon Cupra ist ein Sportwagen, aber auch für die Familie geeignet zum alltäglichen Einsatz. Die Seat Ingenieure haben da ein Auto entwickelt, an dem auch „Frau“ Spass hat und nichts gegen einen Kauf einwenden wird. Also Männer kauft ihn, ob ihr ihn dann auch fahren dürft steht auf einem anderen Blatt. Die 27.900 Euro, die Seat für den Cupra aufruft, dürft ihr gerne übernehmen. (CM) Automagazin 24
 

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