Mit der langen Motorhaube und dem langen Radstand wirkt das BMW Z4 Coupé sehr stimmig. Aber nicht nur die Optik profitiert davon, auch die Fahrdynamik. Man sitzt fast auf der Hinterachse wodurch man ein sehr gutes Gefühl für die aktuelle Fahrsituation erhält.
Unter der langen Haube schlummert ein 3-Liter-Reihensechszylinder mit 265 PS der nur darauf wartet vom Fahrer geweckt zu werden. Übrigens geschieht das beim Z4 noch mit dem guten alten Zündschlüssel.
In sechs Sekunden durcheilt der Z4 die 100 km/h Marke, stoppt erst bei 250 km/h, elektronisch natürlich, rein gefühlsmässig wären wohl mindestens 270 km/h drin.
Das eigentliche Revier des Z4 ist aber die die Landstraße, vorzugsweise kurvenreich, allerdings nur trocken. Auf Nässe macht sich die magere Serienbereifung bemerkbar. So ist das Coupé rundum mit 225igern bereift, was, zumindest auf der Hinterachse zu schmal ist. Hier sollte man zu Mischbereifung greifen, da wird die Hinterachse mit 245igern ausgerüstet.
Die Diskussion. Ob man jemanden denn die Enge auf den Hintersitzen zumuten kann, die in so manchem Coupé auftaucht, gibt es beim Z4 nicht, er hat keine. Als reiner Zweisitzer konzipiert, hat man sich darauf beschränkt, eine Fahrmaschine zu konzipieren, die Fahrspaß vermittelt. Was braucht man da so schnöde Dinge wie Gepäckraum und ähnliches. Gut für das kleine Urlaubsgepäck reicht der Kofferraum allemal, Wäsche zum Wechseln für den, eventuell in Angstschweiß gebadeten Beifahrer, bei grenzwertiger Fahrweise, inklusive.
Der ganze Fahrspaß wird aber nicht einmal an der Zapfsäule getrübt, bei schneller Autobahnfahrt konsumiert der schnittige BMW 12,7 Liter Super. Die Treibstoffsorte kann man sich aussuchen, so gibt der Tankdeckel lediglich 91 Oktan als niedrigsten Kraftstoff an
Wer nun zuschlagen möchte, der kann das für 40.700 Euro tun, und um die Überschirft zu rechtfertigen: Die Serienausstattung ist recht umfangreich, im Grunde braucht mach nur noch Xenon-Licht und evtl. ein Radio zu ordern und man ist glücklich.
KE/Automagazin24.de